H.2 Abfall- und Wertstoffbilanzen

Bearbeitungsstand: 11/2018

Vergleich Abfall- und Wertstoffaufkommen

In Haushalt und Gewerbe fallen jährlich große Mengen Abfall an. Dieser Abfall kann jedoch zu großen Teilen wiederverwendet werden. Insofern handelt es sich auch um einen nutzbaren Rohstoff. Ende der 1990er Jahre ist der Anteil von wiederverwendeten Wertstoffen stetig gestiegen und stagniert seitdem auf einem hohen Niveau, wobei in den letzten Jahren wieder eine steigende Tendenz zu beobachten ist. In Gütersloh wird dieser Trend besonders deutlich (vergleiche Abbildung).

Quelle: Stadt Gütersloh

 

Die Restmüllmenge hat sich nach einem drastischen Rückgang bis 1994 in den letzten Jahren auf einen Wert von etwa über 140 Kilogramm pro Einwohner und Jahr eingependelt. Die Menge der nach Wertstoffen getrennten Abfälle stieg von 2000 bis 2019 um rund 10,7 Prozent auf 285 Kilogramm pro Einwohner. Die Quote der getrennt erfassten Wertstoffe liegt seit 1996 bei über 60 Prozent und stieg in den letzten Jahren auf 66-68 Prozent an. Die Gesamt-Reststoffmenge nahm zuletzt leicht zu und lag 2019 bei 434 Kilogramm pro Einwohner und Jahr.

Die Mengen der getrennt erfassten Wertstoffe und des Restmülls zeigt die folgende Abbildung. Es ist ein stetig leichter Anstieg der Wertstoffmenge insgesamt von 2010 bis 2019 von etwa 27.400 Tonnen auf circa 29.500 Tonnen zu verzeichnen. Die Restmüllmenge ist im gleichen Zeitraum von rund 13.600 Tonnen auf circa 15.500 Tonnen pro Jahr ebenfalls leicht gestiegen.

Quelle: Stadt Gütersloh

 

Zusammensetzung Wertstoffe

Eine Aufschlüsselung der erfassten Wertstoffe wird in der folgenden Abbildung gegeben. Für eine bessere Übersicht wird das Wertstoffaufkommen von 1990 bis 2010 in einem 5-Jahres-Rhythmus dargestellt. Hier wird zunächst noch einmal der enorme Anstieg in den 90-er Jahren der getrennt gesammelten Wertstoffe deutlich. Es wird klar, dass die Gründe für den großen Erfolg der Getrenntsammlung innerhalb der letzten 20 Jahre vorwiegend in der Einführung von Komposttonne und Gelbem Sack 1993 zu suchen sind.

Quelle: Stadt Gütersloh


Stadt Gütersloh, Fachbereich Umweltschutz; Letzte Änderung: 20.04.2020