C.1 Verkehrsentwicklung

Bearbeitungsstand: 08/2017

 

Eine Stadt wie Gütersloh unterliegt vielfältigen verkehrlichen Ansprüchen und Nutzungen. Um auf diese einzuwirken und die aktuellen Anforderungen des demographischen Wandels und der Klimaschutzziele zu berücksichtigen, ist der „Masterplan klimafreundliche Mobilität“ für die Stadt Gütersloh entworfen worden. Der Masterplan aus dem Jahr 2017 soll einen Handlungsrahmen für die Verkehrsentwicklung festlegen und den unsprünglich aus dem Jahr 1999 und 2009 überarbeiteten Verkehrsentwicklungsplan fortschreiben und dabei Schwerpunkte auf klimafreundliche Mobilität setzen.

 

Masterplan klimafreundliche Mobilität

Der Masterplan definiert das Leitziel, klimafreundliche Mobilität zu stärken und berücksichtigt dabei verschiedene Handlungsfelder:

Annähern und Aufsteigen: Besonders unter dem Aspekt der alternden Bevölkerung und klimafreundlicher Fortbewegung sollen der Fuß- und Radverkehr und Barrierefreiheit gefördert werden.

Einsteigen und Umsteigen: Der ÖPNV ist Teil der Daseinsvorsorge und soll in Zukunft in der Vernetzung mit anderen Verkehrsträgern und –angeboten zum Mobilitätsverbund weiterentwickelt werden. Unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Angebote wie Bahnverkehr und der Stadtbus sollen neue intermodale Angebote zur Verknüpfung verschiedener Infrastrukturelemente geschaffen werden.

Anfahren und Handeln: Das Handlungsfeld zeigt Lösungsstrategien und Alternativen für die verträgliche und zugleich effiziente Abwicklung des Pkw- und Wirtschaftsverkehrs auf. 

Organisieren und Elektrifizieren: Dieses Handlungsfeld geht auf die Notwendigkeit eines Mobilitätsmanagements sowie der Elektromobilität im Sinne einer emissionsarmen Alternative in Bezug auf klima- und gesundheitsschädliche Abgase sowie Lärmreduktion ein.

Für weitere Informationen wird der „Masterplan klimafreundliche Mobilität – Gütersloh in Bewegung“ hier zum Download bereit gestellt. 

 

Verkehrsentwicklungsplan (VEP)

Bereits im VEP wurden 1999 Maßnahmenprogramme für ein stadtverträgliches Verkehrsmanagement aufgezeigt und daraus ein Vorschlags-Szenario abgeleitet. Dieses enthält Maßnahmenprogramme für alle Verkehrsarten, ein straßenräumliches Handlungskonzept mit Lärmvorsorgekonzept, verkehrstechnische Empfehlungen und schließlich prototypische Gestaltungsvorschläge.

10 Jahre nach Aufstellung des VEPs hat eine Zwischenbilanz ergeben, dass besonders im Bereich Rad- und Fußverkehr die verkehrs- und sicherheitstechnisch wichtigsten Optimierungen umgesetzt wurden, wie zum Beispiel durch Anlage von Querungshilfen und Ergänzungen von Gehwegen. Unter Sicherheitsaspekten weniger dringlich, jedoch gestalterisch und stadtplanerisch bedeutend, sind die zahlreich umgesetzten Maßnahmen in der Innenstadt wie die Umgestaltung des Berliner Platzes, der Blessenstätte und der Friedrich-Ebert-Straße. Als dringend notwendig, aber politisch bzw. planerisch ungelöst, werden die Verbesserung der durch das hohe Verkehrsaufkommen beeinträchtigten städtebaulichen Situation in Friedrichsdorf sowie die Optimierung des Kreuzungsbereiches B 61 (Nordring) und B 513 (Marienfelder Straße) eingestuft.

Quellen:
  • Planersocietät - Stadtplanung, Verkehrsplanung, Kommunikation (2017): Gütersloh in Bewegung - Masterplan klimafreundliche Mobilität
  • BSV - Büro für Stadt- u. Verkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier GmbH (1999): Verkehrsentwicklungsplan Stadt Gütersloh
  • BSV - Büro für Stadt- u. Verkehrsplanung Dr.-Ing. Reinhold Baier GmbH (2010): Verkehrsentwicklungsplan Stadt Gütersloh, Zwischenbilanz 2009

Stadt Gütersloh, Fachbereich Umweltschutz; Letzte Änderung: 28.06.2018